Welpenkurs (3.-5. Lebensmonat)

Den "Hundekindergarten" stellt der Welpenkurs dar, den Hundebesitzer vom dritten bis zum fünften Lebensmonat ihres pelzigen Lieblings besuchen können. Dieser Kurs bildet eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine spätere erfolgreiche Ausbildung des Hundes, da hier vor allem auf den Aufbau einer funktionierenden und konfliktfreien Bindung zwischen Hundebaby und Hundeführer Wert gelegt wird. Ein zweiter Schwerpunkt dieses Kurses liegt darin, dem Hundewelpen das richtige Verhalten mit und gegenüber anderen Hunden auf spielerische Weise beizubringen. Die Vierbeiner lernen dabei, sich gegenüber Artgenossen richtig zu verhalten, womit späteren, manchmal blutigen Rangordnungskämpfen vorgebeugt werden kann.

 

Junghundekurs (6.-9. Lebensmonat)

In diesem Kurs werden den Hunden vom sechsten bis zum neunten Lebensmonat und deren zweibeinigen Rudelmitgliedern die Grundlagen des Zusammenlebens in menschlich/hundlicher Gesellschaft vermittelt. Auf erste, bereits in diesem Kurs ersichtliche Stärken oder auch Probleme des Vierbeiners kann hier gezielt eingegangen werden. Selbstverständlich werden die heranwachsenden Hunde auch bereits auf verschiedene "Umwelteinflüsse", wie Menschenmengen, andere Tiere, Verkehrsmittel etc., vorbereitet und lernen spielerisch, ihrem "Rudelführer" zu folgen.

 

Grundkurs (ab 10. Lebensmonat)

Dieser Kurs stellt die Grundausbildung für unsere Hunde ab dem 10. Lebensmonat dar. Hier wird vor allem auf die Bindung zwischen Mensch und Hund Wert gelegt, da diese die Grundlage für eine erfolgreiche, weitere Ausbildung darstellt. Der Hund lernt dabei Kommandos seines Besitzers wie Fuß, Sitz, Platz oder das Heranrufen aus größerer Distanz, zu befolgen. Damit wird nicht nur dem Vierbeiner die in kritischen Situationen (Straßenverkehr, große Menschenmengen etc.) nötige Disziplin beigebracht, auch der Hundeführer lernt, richtig zu reagieren und mit seinem Hund richtig umzugehen.

 

Begleithundekurs

Die Ausbildung zum Begleithund stellt sozusagen die "Maturaklasse" in der Hundeausbildung dar. Daher wird großer Wert auf eine fundierte Grundausbildung gelegt, bevor die sechsbeinigen Teams in diesem Kurs das bereits Erlernte aus einem der vorangegangenen Kurse vertiefen und weitere, im Zusammenleben wie im Hundesport wichtige, Übungen erlernen. Dazu gehört etwa das Bringen auf ebener Erde, das Voraussenden des Hundes, die Überwindung von Hürde und Sprunggrube durch den Hund u.v.m. Am Ende dieses Kurses kann vor einem geprüften Leistungsrichter der ÖHU die "Begleithunde-Prüfung" (ab dem 12. Lebensmonat) abgelegt werden, die in anderen Bundesländern bereits die Voraussetzung für den so genannten Hundeführerschein ist. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Prüfung haben Hund und Hundeführer sozusagen die "Pflichtschule" beendet.

 

Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Prüfung haben Hund und HundeführerIn sozusagen die "Pflichtschule" beendet. Ab nun stehen den beiden im HSAZ Seenregion viele weitere Möglichkeiten offen. Als Beispiele seien hier genannt:

 

Begleithundekurs für Fortgeschrittene 

Voraussetzung für den Besuch dieses Kurses ist die erfolgreich abgelegte Begleithunde Prüfung (BH I). Es wird das bereits Erlernte vertieft und weitere Übungen, wie die Wand, die Stiege oder das Ablegen außer Sicht trainiert. Der Kurs kann mit Abschluss einer Prüfung (BH II) beendet werden.

 

Agility

 In der Agility-Ausbildung lernt der erwachsene Hund, einen Geschicklichkeitsparcours mit verschiedenen Hindernissen (Sprunghürden, Tunnel, Wippe, Steg etc.) in möglichst kurzer Zeit fehlerfrei zu überwinden. Auch der Hundeführer nimmt an diesem Lauf aktiv teil, da er seinen Hund in der richtigen Reihenfolge über die Hindernisse führen soll - also echte Teamarbeit! Dieser Sport ist für die meisten Hunde geeignet. Die Hunde sollten über einen guten Grundgehorsam verfügen und dürfen keine Schädigungen des Bewegungsapparates aufweisen. Das wichtigste beim Agility sind der Spaß und die sportliche Aktivität.

 

Mantrailing

Mantrailing ist eine Spurensuche nach einer bestimmten Person unter Zuhilfenahme des Individualgeruches des verschwundenen Menschen. Diese Arbeit ist in hohen Maße artgerecht, weil es besondere Fähigkeiten des Hundes in den Vordergrund stellt ohne, dass es dabei zu einer einseitigen Auslastung des Bewegungs- bzw. Sinnesapparates kommt.